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Vom Jetset der Luxushotellerie in Boston, Dublin und Berlin bis zum Mami-Alltag am Zürichsee: Katharina Irniger hat schon viele Welten erlebt. Heute lebt sie ihre Leidenschaft als Inhaberin und zertifizierte Trainerin der Mom in Balance Schweiz – einer Community, die Frauen in allen Lebensphasen stärkt. Im Member Spotlight spricht sie über Karriere, Mutterschaft, Selbständigkeit, innere Balance und warum Erfolg für sie weit mehr bedeutet als nur höher, schneller, weiter.

Wer bist du und was machst du?

Ich heisse Katharina, bin 46 Jahre alt, Mutter, gelernte Betriebswirtin, Unternehmerin und Beraterin für strategischen Vertrieb. Zudem bin ich Geschäftsführerin der Mom in Balance Schweiz. Geboren in Polen, aufgewachsen in NRW (Deutschland) und heute sesshaft in Thalwil.

Nach meinem Studium in International Business packte ich meine Koffer und zog mit einem Hotellerie-Management-Job in der Tasche nach Boston. Meine Sales-Karriere in der Luxushotellerie führte mich Jahre später über Dublin nach Berlin.

Mit Mitte 30 durfte ich das Sales- und Marketing-Team eines der damals renommiertesten Luxushotels Berlins leiten, jetsettete durch London, New York und LA, traf Stars und Sternchen aus der Entertainmentbranche und dem Silicon Valley und lebte beruflich das Leben einer „Superreichen“. Abends ging es dann aber doch alleine zurück in meine kleine Prenzlauer-Berg-Wohnung.

Mit Anfang 37 kamen grosse Veränderungen: verliebt, verlobt, verheiratet mit meinem besten Freund und heutigen Ehemann, der Umzug nach Zürich, die Geburt meiner Tochter, der Wechsel in die Selbständigkeit und eine ganz neue, wunderbare Welt des Mami-Daseins.

Seit meiner Schwangerschaft 2019 bin ich Teil von Mom in Balance Schweiz – eine Community, die weit über Fitness hinaus geht und mir von Beginn an viel Stärke und Energie gibt.

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Mom in Balance Schweiz war für mich von Anfang an etwas Besonderes. Es begleitete mich als Spät-Mami in einer sehr sensiblen Phase der Schwangerschaft, gab mir durch die Outdoor-Trainings körperlich Kraft und brachte mich gleichzeitig mit Frauen aus meiner Nachbarschaft zusammen.

Die Gespräche mit den anderen Frauen waren authentisch, ehrlich und oft herrlich witzig – ich kam jedes Mal happy und ausgeglichen nach Hause.

Im Rahmen meiner Vertriebsarbeit bot ich der damaligen Geschäftsführung der Mom in Balance meine Unterstützung an. Ziel war es beim Business Wachstum zu unterstützen sowie die Qualität und das Image der Mom in Balance zu stärken.

Als Ambassadorin des Konzepts war es für mich unverständlich, warum nicht jede (schwangere) Frau oder Mutter rund um den Zürichsee, Lenzburg oder Basel im Park mit Mom in Balance trainierte. Bevor ich es wusste, kaufte ich das Franchise-Model und so sitzen wir jetzt hier.

Mom in Balance stärkt Frauen in allen Lebensphasen  – von der Schwangerschaft bis weit über die Wechseljahre hinaus – mit wissenschaftlich fundierten Outdoor-Trainings, zertifizierten Trainerinnen und einer starken Community, die körperliche und mentale Gesundheit fördert.

Was sind deine Herausforderungen?

Spät-Mami zu werden, ist definitiv eine davon.

Verstehe mich nicht falsch – ich liebe es, Mutter zu sein. Es fällt mir leicht und fühlt sich sehr natürlich an, vielleicht auch wegen meiner Au-pair-Zeit in den USA.

Die grössere Herausforderung war für mich nach 20 Jahren Karriere und Selbstbestimmtheit die Balance zwischen Muttersein und Beruf zu finden. Zu akzeptieren, dass aufgrund meiner Rollen als Mama, Ehefrau, Tochter und Freundin nicht alles gleichzeitig zu 100 Prozent möglich ist – besonders nicht in einem eher klassischen Familiensystem wie in der Schweiz, wenn man keine Fremdbetreuung nutzt.

Eine zweite grosse Herausforderung ist die Selbständigkeit mit all ihren Facetten: sich selbst und das eigene Produkt vermarkten zu können, ein echtes Allround-Talent zu sein – von Marketing, Sales, CRM und Kommunikation bis hin zur Buchhaltung – und gleichzeitig mit finanzieller Unsicherheit umgehen zu lernen.

In einer Stadt wie Zürich braucht es viel Kraft, bewusst nicht immer mithalten zu müssen – sei es im Bereich Lifestyle, Ferien, Wohnungsdesign, Fashion oder Freizeit.

Da wünscht man sich manchmal fast das „alte, einfache Leben“ als Hausfrau zurück – überspitzt gesagt.

Meine Learnings daraus: Es muss nicht  immer höher, schneller, weiter gehen. Es gibt für alles Phasen. Loslassen, Anforderungen runterschrauben, Kompromisse eingehen, den Ist-Zustand akzeptieren und Gesundheit, Familie und Freunden noch mehr Gewicht geben.

Und einfach – wie mein Ehemann sagen würde – jeden Tag weitermachen, schaffen und nach vorne schauen.

Was sind deine Visionen?

Meine Vision mit Mom in Balance Schweiz ist es, gemeinsam mit unseren tollen Trainerinnen weiterhin Frauen und Mütter körperlich und mental zu stärken und unsere Community in der Deutschschweiz noch grösser zu machen.

Es ist mein Traum, an jedem schönen Park – und davon gibt es hier genug – vorbeizulaufen und zu wissen, dass sich dort Frauen aus der Nachbarschaft wöchentlich treffen, gemeinsam trainieren und sich gegenseitig stärken.

Darüber hinaus liegt es mir am Herzen, eine lebendige Community rund um Mom in Balance weiterzuentwickeln und durch wertvolle Partnerschaften das weibliche Wellbeing nachhaltig zu stärken. Ich glaube dran, dass Mom in Balance zu Synergien in Freizeit und Beruf beitragen kann - und das in jeder Lebensphase einer Mutter.

Ein Mom in Balance Büro mit einem kleinen Team aus Müttern in Teilzeit, denen die Arbeit Freude macht und die Work-Life-Balance wirklich leben können, wäre für mich das Nonplusultra.

Was sind deine grössten Learnings?

Ein zentrales Learning als Unternehmerin ist für mich, sich selbst treu, authentisch und ehrlich zu bleiben.

Zu verstehen, wofür man steht, welche Werte einem wichtig sind – und diese auch nach aussen klar zu kommunizieren.

Als Selbständige ist die Balance zwischen den eigenen Wertvorstellungen und finanzieller Sicherheit nicht immer einfach.

Am Anfang meiner Firmengründung habe ich Aufträge angenommen, obwohl ich wusste, dass sich die Visionen und Werte mancher Kunden oder Partner nicht mit meinen eigenen deckten.

Für manche Unternehmer gehört es selbstverständlich dazu, finanzielle Ziele über Werte zu stellen, um schneller erfolgreich zu sein.

Ich habe damit jedoch schon als Angestellte gehadert und merke immer wieder: Ich komme an denselben Punkt zurück – Werte, Sinn und Menschen stehen für mich über finanziellem Erfolg. Auch wenn das nicht immer der einfachste Weg ist.

Was ist dein Erfolgsrezept?

Als Unternehmerin, Geschäftsführerin und Führungsperson gelingt es mir – so wird es mir zumindest gesagt – Menschen zu begeistern, zu inspirieren und zu motivieren.

Ich bin grundsätzlich ein sehr positiver Mensch und weiss heute gut, wo meine eigenen Stärken, aber auch meine Herausforderungen liegen.

Dadurch fällt es mir leichter – auch als Teil meines eigenen Lern- und Reifeprozesses – Menschen mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und Lebenssituationen zu akzeptieren und zu empowern.

Und wenn es einmal nicht funktioniert, weil man einfach zu unterschiedlich ist, dann darf das auch ausgesprochen werden – oder man lässt es einfach sein.

Unterstütze Katharina und lass dich von ihr und ihrem Mom in Balance-Team unterstützen: Buche jetzt eine kostenlose Schnupperstunde in deiner Stadt!

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