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Wie Mikroplastik unseren Familienalltag infiltriert und was wir dagegen tun können

von Racha Fajjari
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Es ist kein Geheimnis, dass unser Planet mit einer schwerwiegenden Plastikkrise konfrontiert ist. Plastikmüll findet sich in unseren Ozeanen, Flüssen und sogar in der Luft, die wir atmen. Was jedoch viele Menschen nicht wissen, ist, dass winzige Partikel von Plastik - auch bekannt als Mikroplastik - auch in unserem Körper zu finden sind. In diesem Artikel werden wir dir alles Wissenswerte zu diesem Thema erläutern und dir zeigen, wo du es in deinem Familienhaushalt vermeiden kannst.

Was ist Mikroplastik?

Eine Sammelbezeichnung für Kunststoffpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen entweder durch den Zerfall von größerem Plastikmüll oder werden gezielt als Inhaltsstoff in Kosmetikprodukten, Reinigungsmitteln oder Textilien eingesetzt. Die winzigen Partikel können über das Abwasser in unsere Gewässer gelangen und werden dann von Tieren aufgenommen, die sie wiederum an uns Menschen weitergeben. Mikroplastik findet sich auch in unserer Nahrung und sogar in der Luft, die wir einatmen.

Wieviel Mikroplastik hat der Mensch im Körper und woher kommt er?

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Mikroplastik im menschlichen Körper nachweisbar ist. Eine Untersuchung, die im Jahr 2019 von der Medizinischen Universität Wien durchgeführt wurde, ergab, dass jeder Mensch durchschnittlich 20 Mikroplastikpartikel pro 10 Gramm Stuhl ausscheidet. Andere Studien haben gezeigt, dass Mikroplastik auch im Blut und im Gewebe von Tieren und Menschen gefunden werden kann.

Die genaue Menge im menschlichen Körper ist jedoch schwer zu bestimmen, da es sich um ein komplexes Thema handelt. Einige Wissenschaftler schätzen, dass wir täglich bis zu fünf Gramm Mikroplastik aufnehmen können, während andere behaupten, dass es viel höher sein könnte.

Wo ist Mikroplastik in unserem Familienhaushalt zu finden?

Mikroplastik ist in vielen Produkten zu finden, die wir täglich verwenden. Hier sind einige Beispiele:

  • Kosmetikprodukte: Zahnpasta, Duschgel, Peelings und andere Produkte können Mikroplastik enthalten.
  • Reinigungsmittel: Mikroplastik kann in einigen Reinigungsmitteln wie Spülmittel, Bodenreiniger und Scheuermittel enthalten sein.
  • Kleidung: Synthetische Kleidung wie Polyester und Nylon können bei der Wäsche Mikroplastikpartikel freisetzen.
  • Lebensmittelverpackungen: Mikroplastik kann in Plastikverpackungen für Lebensmittel enthalten sein.
  • Spielzeug: Einige Spielzeuge können Mikroplastik enthalten, besonders wenn sie aus Kunststoff gefertigt sind.

Alternativen für einen mikroplastikfreien Familienhaushalt

Zum Glück gibt es viele einfache Schritte, die du unternehmen kannst, um den Mikroplastikkonsum in deinem Familienhaushalt zu reduzieren:

  • Verwende natürliche Reinigungsmittel: Greife auf umweltfreundliche Alternativen zurück, wie z.B. Essig, Natron oder Zitronensäure.
  • Vermeide Mikroplastik in Kosmetikprodukte: Achte beim Kauf von Kosmetikprodukten auf Inhaltsstoffe wie Polyethylene (PE) und Polypropylene (PP), die als Mikroplastik gelten. Verwende stattdessen Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen oder wähle Produkte, die als mikroplastikfrei gekennzeichnet sind.
  • Wähle Kleidung aus natürlichen Materialien: Baumwolle, Leinen und Wolle sind natürliche Materialien, die weniger Mikroplastik abgeben als synthetische Stoffe.
  • Vermeide Lebensmittelverpackungen aus Plastik: Kaufe stattdessen Produkte in Papier- oder Glasverpackungen oder verwende wiederverwendbare Behälter.
  • Kaufe Spielzeug aus natürlichen Materialien: Wähle Spielzeug aus Holz, Papier oder anderen natürlichen Materialien.

Die Relation verstehen

Um die Bedeutung von Mikroplastik zu verdeutlichen, möchte ich ein Beispiel geben: Eine Studie hat gezeigt, dass eine durchschnittliche Person pro Woche rund fünf Gramm Mikroplastik aus Kosmetikprodukten aufnimmt. Das entspricht etwa dem Gewicht einer Kreditkarte. In einem Jahr wären das 260 Gramm - das entspricht dem Gewicht von etwa 17 Kreditkarten! Wenn man bedenkt, dass Mikroplastik auch in anderen Produkten zu finden ist, wird deutlich, wie wichtig es ist, den Konsum von Mikroplastik zu reduzieren.

Fazit

Mikroplastik ist ein ernsthaftes Problem, das nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit betrifft. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, wo Mikroplastik in unserem Alltag zu finden ist und welche Alternativen es gibt, um den Verbrauch zu reduzieren. Indem wir uns für umweltfreundlichere Alternativen entscheiden und bewusster einkaufen, können wir dazu beitragen, die Menge an Mikroplastik zu reduzieren und unsere Gesundheit zu schützen.

Trete jetzt unserer Facebook-Gruppe "Mamalicious Sustainability" bei und tausche dich mit anderen Mitgliedern über das Thema Nachhaltigkeit im Familienalltag aus. Hier wirst du auch spannende Produkte-Tipps zu den in diesem Artikel genannten Alternativen finden.

Mehr offizielle Informationen zum Thema Kunststoffe in unserer Umwelt findest du auch auf der Seite vom Schweizer Bundesamt für Umwelt - BAFU.

Eine spannender Dokumentarfilm zu diesem Thema ist auch "Seaspiracy" auf Netflix.

Ein grosser Schritt zurück von Mikroplastik-Zufuhr direkt in den Körper wäre, kein Wasser mehr in Plastikflaschen zu kaufen. Mittlerweile gibt es etliche Filterlösungen für zuhause in jedem Preissegment. Wir empfehlen aufgrund des verhältnismässigen reinen Trinkwasser in der Schweiz einen Wirbler für den Wasserhahn zuhause. Dieser belebt das Wasser und energetisiert es. Mit dem Vortex Power Wasserwirbler trinkst du Quellwasser-Qualität frisch aufbereitet, resp. gewirbelt. Mehr Infos auf der Vortex Power Webseite.

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