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Eine Serie für Mütter nach der Trennung

 

Können wir kurz ehrlich sein? Einfach wir, unter uns?
Trennungen sind einfach nur schlimm. Egal ob du dich getrennt hast oder verlassen worden bist. Egal ob mit oder ohne Kinder. Egal ob ihr jahrelang zusammen wart oder „nur“ ein paar Jahre. Trennung ist schmerzhaft und das möchte ich nicht schönreden.

Was ich dir mit diesem Artikel mitgeben möchte, ist die Erlaubnis zu sein, wie du gerade bist. Zu fühlen, was du gerade fühlst. Mein Wunsch ist es, dir ein bisschen mehr Klarheit und Ruhe im Chaos zu schenken.

Nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee und lass uns starten – Also, bist du bereit? Tief einatmen und los geht’s:

 

1. Du darfst dich gleichzeitig erleichtert und schuldig fühlen

Ja, gleichzeitig. Ich weiss, das klingt nach einem emotionalen Widerspruch und genau das ist es auch. 

Vielleicht atmest du zum ersten Mal seit Monaten tief durch. Vielleicht schläfst du besser. Vielleicht ist da diese leise, fast verbotene Stimme, die flüstert: Endlich.

Und dann kommt die Schuldgefühl-Welle. Weil du nicht traurig genug bist. Oder weil du zu traurig bist. Weil du an die Kinder denkst. Weil du nicht genug an die Kinder gedacht hast. Weil du erleichtert bist und das es sich falsch anfühlt.

Es ist nicht falsch. Es ist menschlich. Beide Gefühle dürfen gleichzeitig wahr sein, sie widersprechen sich, aber sie lügen nicht. 

 

2. Heilung ist nicht linear

Du kennst das Bild: Man geht durch Trauer, man wächst, irgendwann strahlt man wieder. Schön aufgeräumt. Kurve geht nach oben.

Die Realität sieht eher so aus: Drei gute Tage. Dann ein Song im Radio. Dann weinst du im Coop bei den Tiefkühlpizzen, weil er die immer gekauft hat. Dann wieder zwei gute Tage. Dann ein Bild auf Instagram. Dann geht die Laune wieder Bergab.

Das ist normal. Du brichst nicht zusammen. Du heilst, nur eben nicht in gerader Linie, sondern in Wellen. Und manchmal in Kreisen. Und manchmal rückwärts. Das zählt trotzdem als Fortschritt.

 

3. Deine Kinder verstehen mehr als du denkst

Das ist der Satz, der die meisten Mütter gleichzeitig beruhigt und erschreckt. Also atme kurz durch.

Kinder spüren Spannung. Sie spüren, wenn Mama weint, auch wenn sie die Tür zu hat. Sie spüren, wenn Zuhause sich anders anfühlt. Was sie nicht brauchen, sind perfekte Erklärungen. Was sie brauchen, ist Ehrlichkeit in ihrer Sprache: Mama ist manchmal traurig, aber das ist normal und es geht ihr trotzdem gut.

Du musst nicht alles erklären. Du musst nicht stark wirken. Du musst nur da sein. Das reicht.

4. Irgendwann hörst du auf, auf sein Lebenszeichen zu warten

Ich werde dir nicht sagen wann. Das wäre gelogen.

Aber es gibt diesen Moment. Irgendwann schaust du auf dein Telefon und du hast nicht an ihn gedacht. Nicht bewusst auf eine Nachricht gewartet. Nicht das Display gecheckt. Du warst einfach Du. Mit Deinem Tag. Mit Deinen Gedanken.

Das ist kein dramatischer Durchbruch. Kein Hollywoodmoment. Es passiert leise. Und dann merkst du es rückwirkend und das ist das Schönste daran.

 

5. Du musst nicht stark sein, um weiterzumachen

Das ist der grösste Mythos, den wir Müttern erzählen: Du bist so stark, Du schaffst das, Die Kinder brauchen dich stark.

Und dann stehst du da, nicht stark und glaubst, du versagst.

Stärke ist nicht, keine Tränen zu zeigen. Stärke ist, morgens aufzustehen, obwohl du nicht willst. Stärke ist, Hilfe anzunehmen. Stärke ist, deinem Kind zu sagen: Mama ist heute traurig und das ist okay.

Du musst nicht funktionieren. Du musst nur weitermachen. Einen Tag. Einen Moment. Das ist genug.

Du bist nicht kaputt. Du bist mittendrin. Und das ist genau der richtige Ort.

Wenn du merkst, dass du Unterstützung brauchst, weil gerade alles einfach zu viel ist, dann melde dich gerne bei mir. Ich begleite und unterstütze seit Jahren Frauen wie dich. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was du gerade brauchst, und ob ich die Richtige bin, um dich auf diesem Weg zu begleiten.

Du musst das nicht alleine durchstehen.

Herzlich,

Salome

 

www.salomecalvarese.com / www,psychologischeberatungluzern.ch

 

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