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FRAG PILLOU: Kinderängste verstehen

von Cati Pascali

Hallo! Ich bin Pillou, der sprechende Pullover. Ich bin auf die Erde gekommen, um Kindern und Eltern zu unterstützen. Sie mutiger, Selbstbewusster und intuitiver zu machen. In meinem ersten Buchabenteuer: Pillou der sprechende Pullover, das Geheimnis der Regenbogenwolle, kannst Du mehr über meine Intension und mein Dasein erfahren. In meinem 2. Abenteuer: Oh Schreck, Pillou ist weg! geht es um die Macht der Vergebung, Freundschaft und das Glück seine Gefühle offen zeigen zu können.

Ich wünsche mir, dass Ihr Menschen, gross wie klein, beginnt hinter den Vorhang zu schauen. Dass Ihr versucht Euch selbst und andere besser zu verstehen und auch alte Systeme zu hinterfragen.

Alles hat eine Ursache, einen Beginn und wenn man diesen kennt und versteht, kann man andere Blickwinkel einnehmen und Lösungen anstreben, die für alle eine Win-Win Situation bedeuten.

Eines meiner Lieblingszitate lautet: Zusammen sind wir stark!

In dieser Kolumne: «Frag Pillou» werden wir Themen aus der Mamalicious Community aufgreifen und diese beleuchten. Es geht dabei nicht um richtig oder um falsch, nur darum, aus seinem eigenen Gedankenkarussell austeigen zu können, um neue Ansichten gewinnen zu können.

Vielleicht hast Du ja, Lust, Dich darauf einzulassen?!

Heute geht es darum, Kinderängste zu verstehen und diese achtsam zu begleiten

Kinder sind sensible Wesen mit hochaktiven Antennen. Sie sind Euch Erwachsenen entwicklungspsychologisch hinterher und erleben die momentane Zeit als sehr prägend!

Ein Lebensjahr im Leben eines 6- jährigen hat eine ganz andere Bedeutung als ein Lebensjahr bei einem Erwachsenen. Alles erlebte prägt sich tief im Gehirn des Kindes ein.

Reduzierte soziale Interaktionen, Kontaktbeschränkungen, komplett veränderte Lebenswelten, wirken sich auf das Beziehungs- und Bindungsverhalten der kleinen Menschen aus. Sie sind weit weniger gefestigt, als Ihr Erwachsenen.

Grundsätzlich bist Du als Elternteil das wichtigste Vorbild. Wie Du mit den Themen umgehst, was Du sagst und wie Du handelst, ist die Basis des kindlichen Verhaltens und dient der Orientierung.

Es geht nicht darum, Ängste zu verschweigen, oder so zu tun als ob alles ok wäre, sondern darum konstruktiv, offen und ehrlich im Umgang mit Problemen zu sein.

Beobachte Dein Kind ganz genau!

Verändert es sich? Hat es Schlafstörungen? Zieht es sich zurück? Ist es in sich gekehrt? Tauchen vermehrt aggressive Gefühlsausbrüche auf? Hat es wiederkehrende Ängste oder reagiert es mit körperlichen Symptomen?

Jede Veränderung ist ein Hinweis. Sprich Deine Beobachtungen sanft an.

Stelle Fragen

«Wie geht es Dir, mir fällt auf, dass…?»

«Was brauchst Du im Moment?»

«Wie kann ich Dich unterstützen?!»

Verbringe Zeit mit Deinem Kind. Lass es wünschen, was es mit Dir spielen, kochen oder ähnliches machen darf.

Vielleicht kannst Du die Sorgen zusammen mit Deinem Kind aufschreiben oder aufmalen, und den Pilloulino gemeinsam füttern. Der Pilloulino bin ich in Kleinformat. Der Mund kann durch einen Reissverschluss verschlossen werden, so dass der Kummer und die Sorgen Platz darin finden.

Du tauschst die Botschaft in der Nacht durch eine Nachricht von mir aus.

Kannst Du Dir vorstellen, dass Schreiben oder Malen, Kummer und Sorgen vertreibt?!

Was auf den ersten Blick verrückt klingt, ist wahr!

Vor 3 Jahren wurde eine eindrucksvolle Studie der Michigan University veröffentlicht. Dort wurde untersucht ob ausdrucksstarkes Schreiben, also das Niederschreiben von negativen Gefühlen wie Ängsten, Sorgen, Unsicherheiten, die Stimmung des Menschen verändert. Die Erkenntnis lautet: JA!

Sorgen und Probleme beanspruchen wichtige kognitive Bereiche des Gehirns. Diese Bereiche sind dann für weitere komplexe Aufgabenstellungen geblockt. Was bedeutet dass kein effektives Arbeiten, oder Konzentration mehr möglich ist, der Mensch im Kampf oder Flucht Modus ist. Schreibt man die Sorgen einfach frei von der Leber weg auf, so entlädt man den Arbeitsspeicher und schafft wieder Kapazitäten für ein produktives, entspanntes und positives Leben.

Male, oder schreibe zusammen mit Deinem Kind alles auf, und entlade damit den Arbeitsspeicher. Dann gebt ihr diesen Zettel dem kleinen Pilloulino, der sie in etwas Schönes verwandelt. Denn am nächsten Morgen finden die Kinder statt der Sorgen eine liebevolle, positive Nachricht im Mund des Wollfreunds.

Die positiven Affirmationen, von Pillou, verwandeln Sorgen in freudvolle Momente!

Übrigens auch für Erwachsene ein tolles Ritual, um sich seiner Sorgen bewusst zu werden und diese aus dem Arbeitsspeicher zu löschen!

Natürlich könnt ihr diese Blätter auch verbrennen, sie einem Fluss mitgeben oder ähnliches.

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, was in einem los ist. Wer sich selbst versteht, kann andere besser verstehen und kann verstanden werden. Die Welt ist immer ein Spiegel von Dir.

Sollte das Virus bei Deinem Kind Ängste auslösen, so kannst Du diese mit Gummibären-Virus-Erklär Spiel, von Michael Kortländer, von der Seite Corona-Angst bei Kindern, minimieren. Es macht Spass und verdeutlicht auf einfache Art und Weise die Realität.

Was Du dazu brauchst?

  • 100 Gummibären
  • 1 Stift
  • 1 Blatt Papier
  • Ca. 30 Minuten Zeit

Spielanleitung:

  • Baue zusammen mit dem Kind 100 Gummibären in einer Reihe auf.
  • Stelle die Frage: Wie gross ist Deine Angst? Wenn sie sehr sehr gross ist, dann ist sie so gross, wie alle 100 Bären. Wenn sie nur sehr klein ist, dann ist sie vielleicht nur 1 Gummibärchen gross. Zeig mir mal, wie gross Deine Angst ist.
  • Kind nimmt Anzahl x Gummibärchen raus (daran erkenne ich als Elternteil, wie gross die Angst wirklich ist)
  • Wir schreiben die Zahl auf, stellen die Bären wieder zurück in die Reihe.
  • Jetzt zeigst Du Deinem Kind wie gross die wirkliche Gefahr für die Gesundheit wirklich ist. Du sortierst 30 Bären aus, denn diese werden niemals infiziert. Und du erklärst dies. «30 Bären sind so stark in ihrem Immunsystem, dass sie es gar nicht bekommen.»
  • Du zählst weitere 56 Bären ab, lass Dir von Deinem Kind dabei helfen. Diese 56 Bären, schnappen den Virus auf, merken es aber nicht, oder haben nur ein wenig Schnupfen oder Husten. Es geht ihnen, obwohl der Virus in ihnen ist, gut.
  • Wie viele sind noch übrig?!14, ja, genau 14. Diese werden krank,  bekommen Fieber, Husten, Kopfschmerzen. Sie müssen zuhause im Bett bleiben, werden aber wieder gesund.
  • 3 der 14 müssen ins Krankenhaus, und werden dort gut behandelt..Es gibt viele gute Medikamente und Geräte, um diesen Bären zu helfen.
  • Ein Gummibärchen, schon sehr alt und schon lange krank, könnte sterben. Doch vielleicht überlebt es auch.
  • Hast du alles verstanden? Dann zeige mir bitte, wie viele Bärchen groß jetzt deine Angst vor dem Corona-Virus ist und schreibe die Zahl auf das Blatt..
  • Meist ist die Zahl verändert, da das Kind die «Grössenordnung» nun anders versteht.
  • Zur Feier des Tages dürfen dann viele, oder alle der Gummibären gegessen werden.

Probiert dieses Spiel mal aus! Es macht voll Spass. Und yummy, ich liebe Gummibären!

 In diesem Sinne…

Bis bald! Dein Pillou

…und vergiss bitte nicht, Du bist nicht alleine, wir sitzen zusammen in einem Boot. Lasst uns Austauschen, Zuhören, Unterstützen.

Mehr zum Pillou findest Du unter www.pillou.de

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