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Die BLW-Methode für einen stressfreien Start der Beikost

von Racha Fajjari
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BLW heisst soviel wie «Baby led Weaning». Auf Deutsch, «die vom Baby geführte Entwöhnung». Das heisst, dass das Baby sich selbst schrittweise von der Mutter- und/oder der Flaschenmilch in Richtung fester Nahrung entwöhnen darf. Breifrei. Vorausgesetzt das Kind zeigt Interesse und hat die Reife dazu. Dies erkennst Du an den Beikostreifezeichen. Racha ernährt ihre Tochter (1J) seit mehreren Monaten nach der BLW-Methode und schreibt in diesem Artikel von ihren von ihren Erfahrungen und hat das neue Waffeleisen mit Trichter von Betty Bossi für den Lieblings-BLW-Snack ihrer Tochter getestet, Waffeln aller Art! Und wir haben natürlich auch diesmal wieder einen Gutschein für Dich bereit.

Geschrieben von Racha Fajjari

BLW hat für uns als Familie wunderbar funktioniert. Auch unserer Kleinen, die nun ein Jahr alt ist, scheint diese Essenstrategie seit sie vier Monate jung war getaugt zu haben. Oft wird auch von einem «Ernährungstrend» berichtet, was ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann, denn die Art und Weise wie man ein Baby ernährt, war schon immer von Kultur zu Kultur verschieden. Etwas weiter unten im Text mehr dazu.

Natürlich kann ich nachvollziehen, dass dieses Thema auch polarisiert, weil auch die Ängste der Eltern in Sachen Erstickungsgefahr oder gar Unterernährung (weil alles daneben fällt) mitspielen. Geholfen hat mir da einerseits der Babynotfallkurs, wo man lernt, im Ernstfall richtig zu reagieren. Unsere Tochter hat bis heute (12 Mte) «nur» zwei Zähnchen unten, jedoch reichen diese offensichtlich, um eigentlich so ziemlich alles zu zerschneiden. Dazu kommt, dass die Babies ja auch von Natur aus einen guten Reflex haben, wenn etwas in die falsche Richtung geht. Bisher hat sie immer alles selbst «rausgewürgt» im Falle des Falles. Hier ein spannender Artikel, der zusammenfasst, wie man sich am besten verhält, wenn es mal dazu kommen sollte.

Wie lösen es andere Kulturen mit der Babybeikost?

(Quelle für die kulturellen Hintergründe und Text: Wikipedia)

Asien: Alte vedische Texte aus der Zeit um 1000 v. Chr. empfehlen, indische Kinder ein Jahr lang ausschließlich zu stillen, dann die Muttermilch durch Tiermilch und feste Nahrung zu ergänzen und ab zwei Jahren allmählich abzustillen.

Islamische Länder: Im Koran wird eine zweijährige Stillzeit festgelegt, aber an diese Vorschrift halten sich die meisten Frauen in islamischen Ländern heute nicht mehr. Es ist weit verbreitet, den Säuglingen schon in den ersten Tagen nach der Geburt Zuckerwasser oder Tee zu geben und nach 40 Tagen mit dem Zufüttern von Fertigprodukten zu beginnen, weil diese als besonders nahrhaft angesehen werden. In Ägypten erhalten Kinder im ersten Lebensjahr Gemüsesuppe, gekochte Hülsenfrüchte, Milchpudding und gesüßten Getreidebrei; mit zwei Jahren kommen weitere stärkehaltige Lebensmittel hinzu. In Saudi-Arabien wird Beikost im Alter von fünf bis sieben Monaten eingeführt und besteht zunächst aus Reis, Brot und Gemüsesuppe. 

Afrika: In Afrika ist es üblich, den Säuglingen sehr früh außer Muttermilch andere Nahrung zu geben, auch schon vor der Einführung kommerzieller Produkte. Bei den Luo in Kenia wird traditionell oft schon mit etwa zwei bis drei Wochen zugefüttert, spätestens mit drei Monaten macht Getreidebrei die Hälfte der Babykost aus. Ab sechs Monaten ist ein Brei aus Hirse und gesäuerter Milch die Hauptnahrung. Die Akamba geben den Kindern mit ein bis zwei Monaten abgekochte Kuhmilch und im dritten Monat einen dünnen Brei aus Maismehl. Im zweiten Lebenshalbjahr kommen ein dickflüssiger Brei und Gemüseeintopf hinzu.

Nordamerkia: In den USA wurde Kuhmilch bis in die 1920er Jahre meistens nicht abgekocht, weil man das fälschlich für eine Ursache von Vitaminmangel und Skorbut hielt. Die Sterberate nicht gestillter Säuglinge war deshalb deutlich höher als in Europa. Erst als Babys Fruchtsaft erhielten und dadurch weniger Skorbut auftrat, stieg die Popularität von Kuhmilch als Muttermilchersatz. Obst und Gemüse wurden lange Zeit als für Babys ungeeignet angesehen. Bis in die 1920er Jahre erhielten Säuglinge in den USA erst mit etwa einem Jahr Gemüsesuppe, mit 18 Monaten zusätzlich Kartoffeln, anderes Gemüse erst ab zwei Jahren.

Lateinamerika: In Lateinamerika gehen die Mütter traditionell davon aus, dass ihre Ernährung und ihre gesundheitliche und seelische Verfassung die Muttermilch direkt beeinflussen. Starke Aufregung oder Stress führen nach dieser Auffassung zu „leche agitada“ („aufgeregter Milch“), die für den Säugling schädlich sei. In Ländern wie Kuba und Puerto Rico ziehen Mütter es deshalb vor, Babys bei Nervosität und Stress abzustillen und mit Fertigpräparaten zu füttern. Generell werden Säuglinge in dieser Region in allen Bevölkerungsschichten nur wenige Monate gestillt. Fertignahrung wird schon früh eingeführt, danach folgt Kuhmilch. Schon vor der sechsten Woche erhalten die Kinder Getreidebrei und püriertes Obst. Der Flaschenmilch wird häufig Maissirup zugesetzt. Nach dem Abstillen erhalten die Säuglinge sopa de frijol (die Brühe gekochter Bohnen), Kartoffelbrei aus Süßkartoffeln und agua de panela (Zuckerwasser).

„Zuckerwasser? Kein Gemüse? Was aber wichtig ist, ist das Fazit, dass Babyernährung eine kulturelle Angelegenheit ist, die von den Möglichkeiten abhängt.“

Also ich weiss nicht, wie es Dir nach dem Lesen dieser Tatsachen geht, aber mir wurde es fast schon etwas schwindelig vor lauter Dingen, die ich nicht verstehe, schlicht und einfach, weil ich in einer anderen Kultur lebe. Einfach weil ich mir als Mutter vieles von dem obgenannten einfach nicht vorstellen kann. Zuckerwasser? Kein Gemüse? Was aber wichtig ist, ist das Fazit, dass Babyernährung eine kulturelle Angelegenheit ist, die von den Möglichkeiten abhängt. Irgendwie scheinen sie alle zu gedeihen, die süssen Kleinen aus der ganzen Welt.

Wie wir es mit der Beikost für uns gelöst haben

Wir haben es so gemacht, dass unsere Kleine ab vier Monaten angefangen hat, Dinge vom Familientisch mitzuessen, die weich genug sind, sodass sie sie mit ihrem Gaumen «zermantschen» kann und wir haben uns dabei darauf geachtet, dass kein Salz und kein Zucker in dem Essen enthalten ist. Des Weiteren verzichten wir zum grössten Teil auf Industrienahrung. Das heisst, wir verzichten bewusst auf prozessierte Ernährung, weil wir davon ausgehen, dass diese grundsätzlich nicht das ist, was ein kleiner, heranwachsender Körper mitten in der wichtigsten Entwicklungszeit braucht. Das gilt bei uns aber für alle. Mir hat mal jemand geraten, tische deinen Kindern doch einfach das auf, was du auch isst – sofern du dich «bewusst» ernährst. Des Weiteren stillen wir nach wie vor nach Bedarf, was meines Erachtens auch ein Vorteil ist (wenn es gut funktioniert und die Mutter das auch möchte), da man sich so nie Sorgen machen muss, ob das Kind genug gegessen hat, denn insbesondere bei BLW fliegt auch vieles vom Tisch statt in den Magen. Auch das ist übrigens ein Kritikpunkt zum Thema BLW: Die Angst, dass das Kind nicht genügend Nährstoffe zu sich nimmt. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass Baby und Kinder sich melden, wenn sie Hunger haben und das mit den Nährstoffen ist ja auch über das Babyalter hinaus ein grosses Thema. Hierzu muss ich erwähnen, dass ich nach wie vor nach Bedarf stille, ohne Plan. Das heisst wir sind nicht abhängig von den Mahlzeiten. Unsere Tochter trinkt wann auch immer sie möchte und isst wann auch immer sie möchte. Sie kann jede Stunde etwas essen, resp. knabbern. Sie ist sehr viel Früchte und Gemüse. Milchprodukte haben wir erst ab dem ersten Lebensjahr gegeben. Auch da, eher verhalten und Ausnahmen wie Käse. Wir achten auch darauf, dass alles ungesalzen ist, wenn etwas mal salzig ist, ist das kein Problem aber wir tun es auch, dass sie sich nicht zu fest daran gewöhnt, denn zu viel Salz ist nicht gesund für den kleinen Körper und „gesundes Essen“ ist nun mal nicht wirklich gross gesalzen, sondern man soll ja auch den Originalgeschmack von feinem Gemüse etc. kennen und lieben lernen. Wir möchten ihre Geschmacksnerven von Anfang an positiv prägen.

Unser Baby hatte von Anfang an mehr Lust auf „normales“ Essen, anstelle von Brei

Meist mache ich meiner Tochter einen bunten Teller mit Gemüse und Früchten, wo sie sich selbst aussuchen kann, was sie gerade gerne essen möchte. Danach kommt der Rest in die Tupperware und wird irgendwann mal zwischendurch oder zur nächsten Hauptmahlzeit gegessen. Brei war nie ihr Ding, ausser zwischendurch mal einen «Stückchenbrei» von Nubee (wir als «ab 9 Mt. + deklariert). Wobei wir diese eher für unterwegs gebraucht haben. Fakt ist, meine Tochter hatte nie Lust auf Brei, auch keine Lust auf Schoppen (auch nicht abgepumpte Milch im Schoppen). Sie wollte von Anfang an mit uns mitessen, isst wirklich gut, viel und genussvoll.

Grundsätzlich bin ich immer für «Convenience» für die Eltern, sofern es dem Kind nicht schadet und es (gerne) mitmacht. Ich sehe die Ernährungsmethode «BLW» als Erleichterung für alle Beteiligten. Das Brei selberkochen wäre grundsätzlich kein Problem, auch die prozessierten Breie aus dem Supermarkt haben noch kein Kind umgebracht aber dieses separate Kochen und dann auch noch in einem Baby-gerechten Timing (so dass es auch zeitig abgekühlt ist, bevor Baby «überegheit») war schon immer ein Stressgedanke für mich. Deshalb bin ich meinem Impuls hochmotiviert und überzeugt nachgegangen und ich bin froh, passt dieser Weg für alle.

In dem Buch «Breifrei für Babies» habe ich Spinat-Waffeln entdeckt, die ihrer Farbe wegen spannend aussehen, sondern auch wirklich fein und BLW-tauglich sind. Man kann sie in allen Variationen machen: Egal ob vegetarisch, vegan oder süss, sie passen zum Zmorge, Znüni, Zmittag, Zvieri, Zwischensnack (egal wann) und zum Znacht – Zuhause oder unterwegs. Deshalb habe ich euch unsere Lieblings-Waffel-Rezepte für Babys zusammengestellt:

Mit dem neuen Waffeleisen mit Trichter von Betty Bossi gibt’s keine Sauerei

Jetzt fragt ihr euch bestimmt wie ich diese Waffeln in der Schnelle, unkompliziert und so perfekt hinbekomme? Ich schwöre mir immer wieder aufs Neue «Fertig mit Küchenmaschinen, ich habe keinen Platz mehr!», jedoch da kämpft mein Ordnungssinn gegen meine Faulheit… Manchmal kann man nicht alles (gleichzeitig) haben und schliesslich ist Convenience für Eltern die nachhaltigere Wahl, denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit Kindern eigentlich den ganzen Tag in der Küche stehen könnten, wenn wir nicht super strukturiert und organisiert vorkochen und alles immer ready haben für die kleinen Spatzen, die am liebsten den ganzen Tag an irgendetwas knabbern möchten. Deshalb habe ich das Waffeleisen mit Trichter von Betty Bossi freudig willkommen geheissen.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich das Waffeleisen doppelt und dreifach für euch getestet. Sogar noch viel mehr, weil wir nun immer zum Zvieri «schnell schnell» und garantiert ohne Sauerei Waffeln zaubern, wenn wir Kinder zu Besuch haben. Egal ob ganz Kleine, die sich nach BLW ernähren oder grosse, die Freude an feinen Waffeln haben (oder Erwachsene, die sie wegnaschen).

Die Waffeln sind in wenigen Minuten servierbereit und mit allem möglichen kombinierbar. Wir lieben Agavensirup!

Für alle die, die den Quesadillas Maker nach unserem letzten Artikel gekauft haben tut es mir leid, dass nun nochmals eine Küchenmaschine Platz finden muss, wenn ihr nicht schon so eine habt. Aber ich kann garantieren, es lohnt sich allemal! Denn wir alle wissen, happy Kids, happy Erwachsene!

Natürlich haben wir auch diesmal einen Gutscheincode für Dich: Hol Dir jetzt Dein Waffeleisen (Fr. 59.95) mit dem Code «Mama4521» 10% günstiger. Hier geht’s zum Waffeleisen von Betty Bossi.

Bei aller Schwärmerei zum Thema BLW möchte ich anfügen, dass Babies sehr individuell sind und es nichts gibt, was für alle stimmig ist. Ich möchte mit diesem Artikel nicht nur das Waffeleisen von Betty Bossi erwähnen, sondern auch unbedingt dazu motivieren, einfach offen zu sein und das auszuprobieren, was deine Intuition dir rät und natürlich auch einfach das, was dein Baby verlangt. Grundsätzlich macht es keinen Sinn, sich nach einem einzigen Weg zu richten. Immer schön flexibel bleiben, kombinieren und auch bereit sein, die Veränderung anzupacken, nach der dein Kind verlangt.

Dieser Artikel wurde gesponsert von Betty Bossi. ­An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Kooperationspartner dafür bedanken, dass er uns, die Mamalicious Community, und somit Mütter unterstützt.

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